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Tagung der theologischen Fakultät der Universität Erfurt


08. November 2008
Tagung der theologischen Fakultät der Universität Erfurt



Aufnahme – Integration – Beheimatung. Flüchtlinge, Vertriebene und die „Ankunftsgesellschaft“

Anfang Februar 2008 legten Polen und Deutschland nach einer neunjährigen Debatte ihren Disput über das in Berlin geplante Zentrum gegen Vertreibung bei. Die Diskussion darüber beschäftigte die Medien sowie eine interessierte Öffentlichkeit und zeigt, dass die Thematik der Flucht und Vertreibung längst nicht erledigt ist.
Spätestens seit den Jahren 1999/2000 hat eine Enttabuisierung des Themas in der bundes-republikanischen Gesellschaft stattgefunden und eine breite Forschung in diesem Bereich eingesetzt.
Weniger in den Blick der Öffentlichkeit tritt das Problem des Umgangs mit den Betroffenen in ihrer „neuen Heimat“. Wie behandelte die einheimische Bevölkerung die Flüchtlinge, wie reagierte sie auf deren Not und Andersartigkeit? Wie wurden sie aufgenommen, gelang eine Beheimatung? Versuchte man dies überhaupt? Wie prägten die Flüchtlinge und Vertriebenen die „Ankunftsgesellschaft?

All das sind Fragen, denen die wissenschaftliche Tagung „Aufnahme – Integration – Beheimatung. Flüchtlinge, Vertriebene und die ‚Ankunftsgesellschaft’“ an der Universität Erfurt nachgehen will. Für den 7. und 8. November 2008 haben der Lehrstuhl für Kirchengeschichte, die Forschungsstelle für Zeitgeschichte und der Lehrstuhl für die Geschichte Ostmitteleuropas Wissenschaftler aus dem In- und Ausland an die Katholisch-Theologische Fakultät eingeladen, um unterschiedliche Konzepte des Umgangs mit und der Integration von heimatlos gewordenen Bevölkerungsgruppen darzustellen und zu diskutieren.
Ein erster Teil der Tagung beschäftigt sich mit den staatlichen Bemühungen und Ansätzen zur Eingliederung am Beispiel der SBZ/DDR, Polens und der CSSR. In einem zweiten Teil soll die Rolle der Kirchen beleuchtet werden, ihre Bedeutung für die Betreuung der Flüchtlinge und Vertriebenen und ihre Eingliederung oder Assimilation in Kirche und Gesellschaft in den unterschiedlichen Aufnahmegebieten. Dabei werden sowohl die evangelische als auch die katholische Kirche in Ost und West, die katholische Diaspora und katholisches Stammland in den Blick genommen.
Aber auch die Rolle der Betroffenen und ihre Prägung der Ankunftsgesellschaft sollen betrachtet werden.
Zu der Tagung ist auch die interessierte Öffentlichkeit herzlich in die Katholisch-Theologische Fakultät eingeladen.

Tagungsort ist das Coelicum in der Domstraße 10 in Erfurt.
Ein Tagungsbeitrag wird nicht erhoben. Um Anmeldung wird bis zum 18. September unter folgender Adresse gebeten:
Forschungsstelle für kirchliche Zeitgeschichte / Elisabeth Preuß / Domstraße 9 / 99084 Erfurt / Tel.: 0361 / 60 29 24 1 / Fax: 0361 / 60 29 24 2 / elisabeth.preuss@uni-erfurt.de.


 





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